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News

Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzählen

Reisebericht Vransko Jezero

 

Einmal im Jahr lockt es mich von der March weg, hin in - nicht allzu - ferne Gefilde. Meine Lieblingsdestination ist ein riesiger See namens Vransko Jezero (Vrana See) an der dalmatinischen Küste, der rund 700 Kilometer von Wien entfernt ist. Die Reiseroute ist angenehm, denn bis auf einige Kilometer Landstraße in Slowenien, reist man durchgehend auf Autobahnen. Diese sind allerdings nicht gratis, ein wenig „Kleingeld“ für die Mautgebühren muss man einplanen.

 

Zum See selbst. Dieser entspringt in der Nähe der Ortschaft Vrana und mündet bei Drage ins Meer. Mit einer Länge von rund 15 und einer Breite bis zu 3 Kilometer, ist er der größte See Kroatiens. Er ist leicht Brackwasser-hältig und ein wahres Paradies für Angler. Hauptsächlich vorkommende Fischarten sind Wildkarpfen, Welse und Babuschka (Karauschenart, die eine beachtliche Größe erreichen kann).

 

 

Welse sind in den Hochsommermonaten tagsüber eher schwer zu fangen, da das Futterangebot im See – der nicht besetzt wird – gigantisch ist und das Nachtfischen derzeit nicht gestattet ist. Dafür sind die kampfstarken Wildkarpfen echt der Hammer. Wenn man den Bogen einmal raus hat, gibt es kaum einen Schneider-Tag. Fänge zwischen 3 und 6 Kilo sind an der Tagesordnung. Mein diesjähriger Rekord waren zwei Zweistellige. Übrigens, auch die Kapitalen haben kein Gramm Fett und munden köstlich.

 


 

Zum Angeln selbst: Gefischt wird vom Boot aus (Motor bis 5 PS erlaubt). Es ist schon ein eigenartiges Gefühl, in einer kleinen Nussschale mitten auf einem riesigen See zu angeln, der bei Wind zur echten Herausforderung werden kann. Zurzeit darf von Sonnenaufgang bis 22:00 Uhr geangelt werden. Dem Vernehmen nach, soll ab nächster Saison auch das Nachtfischen (bessere Chancen auf Welse) gestattet werden.

 

Zum Aufenthalt selbst: Ich persönlich empfehle das am See etablierte Fischercamp. Entweder mit Wohnwagen oder Zelt. Heuer erfolgte eine Neuübernahme des Campingplatzes und der neue Besitzer plant noch bis nächstes Jahr, die Errichtung von Bungalows für all jene Angler, denen das Campen nicht so wirklich am Herzen liegt.

 

Petri Heil

Erich Reder

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